Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Flucht und Asyl. Ein Gebot der Nächstenliebe

Logo http://akzente.bayern-evangelisch.de/flucht-und-asyl/
Goto Top
Audio

"Es macht ungeheuer traurig"

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
(c) picture alliance / AP Photo / Fotograf: Alessandro Di Meo

00:00
/
03:12
Goto Top
View Video
Video

Flüchtlinge in Bayern

Ein Film von Axel Mölkner-Kappl

Goto Top

Weltweit sind etwa 60 Millionen Menschen auf der Flucht - zwei Drittel davon im eigenen Land. Andere fliehen in anliegende Staaten, die - oft klein und selbst in Armut - rasch an ihre Grenzen gelangen. So leben derzeit allein im Libanon 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge, in Jordanien sind über 600.000 Menschen aus Syrien in Lagern untergebracht. Sie rutschen rasch in bittere Armut ab, berichtet das UN-Flüchtingshilfswerk UNHCR.

Goto Top
View Video
Video

Flucht aus den Krisengebieten

Kirchenrat Thomas Prieto Peral

Goto Top

" Humanitäre Hilfe ist nicht nur ein Gebot der Nächstenliebe, sondern zuerst eine Vorgabe des internationalen Völkerrechts. Solange auf der Welt Kriege und Konflikte herrschen, es vor Ort keine Perspektive gibt und legale Wege in die EU verschlossen bleiben, werden sich Menschen aus Verzweiflung auf den Weg über das Mittelmeer begeben."
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Goto Top
View Video
Video

Gott hat mich gerettet

Ibrahim erzählt.

Goto Top
Goto Top
View Video
Video

"Die meisten sind Inlandsflüchtlinge"

Kirchenrat Thomas Prieto-Peral

Goto Top
Audio

00:00
/
03:12

Audio anhören

Um Fluchtursachen zu beheben, engagiert sich die Landeskirche in zahlreichen Hilfsprojekten in Krisengebieten. Wie das aussieht, das erklärt Michael Martin, Oberkirchenrat für Ökumene und internationale Beziehungen.

Goto Top

"Nächstenliebe heißt, dafür zu sorgen,
dass unmittelbar bedrohte Menschen
Schutz finden. Parallel dazu muss alles
geschehen, damit Menschen in Zukunft
gar nicht erst in diese Situation kommen,
fliehen zu müssen. Wenn wir etwa
Handelspolitik nicht vorrangig oder gar
ausschließlich als Instrument zur
Förderung unserer eigenen
Wirtschaftsinteressen verstehen würden,
sondern zugleich als Mittel, um ein Leben
in Würde für alle Menschen zu erreichen,
wären wir schon viel weiter. "

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Goto Top
View Video
Video

Menschen helfen, in ihrer Heimat zu bleiben

Kirchenrat Thomas Prieto Peral

Goto Top
Audio

Oberkirchenrat Michael Martin berichtet,  wie in einem Lager in Kenia - unter anderem mit bayerischen Spenden - Flüchtlingskindern aus dem Sudan geholfen wird.

00:00
/
03:12
Goto Top

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bei einem Besuch in einem Flüchtlingslager in Khake (Irak). Auch das gehört dazu: Solidaritätsbesuche und Anteilnahme im Gebet.

Goto Top
View Video
Video

Zum Beispiel Sumaya

Eine Frau aus Damaskus erzählt

Goto Top

Der Blick dieser Frau fällt auf das Graffiti
an einem Haus  in der Münchner Bayern-
Kaserne: "Es ist die Hoffnung, auf der wir
reisen." Das Graffiti ist im Rahmen eines
Kunstprojektes entstanden, bei dem das
Streetart-Duo Herakult das Haus mit
diesem Symbol de Hoffnung bemalte:
Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit
und darauf, in Bayern freundlich
aufgenommen zu werden.

Goto Top
View Video
Video

"Große Verantwortung"

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel

Goto Top
Video Loop View Video

"Ja, wir sehen Flüchtlinge zugleich als Hoffnungsträger: als Menschen mit Fähigkeiten und dem Erfahrungsschatz anderer Kulturen, die das Leben in unserem Land bereichern und ihren Beitrag für die Gesellschaft von morgen, für einen ausgewogenen Altersaufbau und gegen den drohenden Fachkräftemangel leisten können. Nein, wir sehen durch die Zufluchtssuchenden keineswegs die Identität unseres Landes und unserer Kultur bedroht und haben keine Angst vor Veränderungen, die sich durch ihre Aufnahme ergeben werden."
Aus dem "Plädoyer für eine  Neuorientierung", das von der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Bayern im Oktober 2014 beschlossen wurde.

Goto Top
View Video
Video

"Ihr seid selbst Fremdlinge gewesen"

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm beim Ratsbericht auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Goto Top

In zahlreichen Kirchengemeinden nehmen
Christinnen und Christen Asylsuchende
freundlich auf: indem sie etwas mit ihnen
unternehmen, ihnen Deutsch beibringen,
Sachspenden leisten, sie auf Ämter begleiten
 oder zupacken, wo es nötig ist - wie hier in
der Kleiderkammer der Inneren Mission München
in der Bayernkaserne. Vielerorts koordinieren Asylsozialarbeiterinnen und -arbeiter der Diakonie das ehrenamtliche Engagement und sorgen mit Fachwissen und Sachverstand dafür, dass die Hilfe ankommt.

Goto Top
Audio

00:00
/
03:12
Goto Top

Im Ruhestand aktiv: Matthias Hetzelt (l.)
und Klaus Kohlmeier sind zwei von sieben
Rentnern, die in der Radlwerkstatt auf dem
Gelände der Bayern-Kaserne Fahrräder für Flüchtlinge reparieren. Gemeinsam flicken,
schrauben, ölen und polieren sie gespendete
Fahrräder und helfen manchen Flüchtlingen
bei ihren ersten Fahrversuchen.

Goto Top

Schon zum zweiten Mal hat Pfarrer Julian Lademann im kleinen Städtchen Au in der Hallertau nigerianische Kinder im Gottesdienst getauft - für Einheimische wie Gäste sehr ungewohnt. Während die Nigerianer die Kindertaufe nicht kennen, müssen sich die Niederbayern an die Unruhe im Gottesdienst gewöhnen. Da wird fotografiert, gelacht und laut und lebendig gesungen. Doch die Integration funktioniert wunderbar, sagt der Pfarrer. Die Auer nehmen regen Anteil an den Taufen, basteln Taufkerzen, backen Kuchen und suchen Taufsprüche aus. „Die Asylbewerber feiern bei unserem Gemeindefest mit, gleichzeitig lassen sie uns an den Geburtstagen ihrer Kinder Teil haben “, erzählt Lademann stolz.

Goto Top
View Video
Video

Goto Top

Angst und Verzweiflung angesichts häufig
aussichtsloser Perspektiven kennzeichnen
die Situation der meisten Flüchtlinge in
Deutschland. Die Diakonie setzt sich dafür ein,
dass sich die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen für sie  verbessern.
Die Hilfen der Diakonie reichen von psychosozialer Beratung über Familienzusammenführung bis hin zu Hilfestellung im Kontakt mit Behörden. Darüber hinaus stehen den Flüchtlingen für eine qualifizierte Rechtsberatung Vertragsanwälte der Diakonie zur Verfügung.

Goto Top
View Video
Video

Es braucht professionelle Begleitung

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

.

Goto Top

58 junge Männer betreut die Einrichtung Jugendhilfe Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge der Diakonie Hasenbergl in der Münchner Bayernkaserne - 13 aus Afghanistan, zwölf aus Eritrea, neun aus Somalia, zwei jeweils aus Syrien und Äthiopien und je einen aus Sudan, Irak und Nigeria.

Die Jugendlichen wollen nur eines: so schnell wie möglich in der Gesellschaft dazugehören. Doch bis dahin muss viel geschehen. In der diakonischen Einrichtung erhalten die Jugendlichen Kleidung, eine ärztliche Untersuchung, Deutschkurse  und eine strukturierten Tagesablauf.

 „Die Jugendlichen sind sehr bildungshungrig, sie setzten sich auch abends noch hin, um deutsch zu pauken“ so Leiterin Brigitte Schnock. Eines Tages werden sie in eine passende Jugendhilfeeinrichtung in Bayern kommen  und dann auch eine Schule besuchen.

Goto Top
View Video
Video

Forderungen für die Flüchtlingspolitik

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm beim Ratsbericht auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland

Goto Top

"Flüchtlinge und Asylsuchende brauchen
nicht nur ein Dach über dem Kopf.
Sie brauchen - oft auch psychologische -
Hilfe, um schreckliche Erfahrungen
zu verarbeiten, Verzweiflung und Angst
abzubauen und sich zurecht zu finden
in einer für sie fremden Kultur.
Sie brauchen Hilfe, um sprachfähig zu werden - nicht zuletzt im Umgang mit Behörden und rechtlichen Fragen, Hilfe unter Umständen auch bei der Planung der Rückkehr in das Herkunftsland. Eine gute, finanziell und personell gut ausgestattete Asylsozialberatung ist dafür unverzichtbar."

Dieter Breit, Beauftragter für die Beziehungen zum Bayerischen Landtag, zur Bayerischen Staatsregierung und zur Europa-Politik. http://www.bayern-evangelisch.de/was-uns-bewegt/fluechtlinge-in-bayern.php

Goto Top
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden
Schliessen

Übersicht

Nach links scrollen
Nach rechts scrollen